Gewöhnlicher Beton ist ein Isolator – sein spezifischer Widerstand liegt in der Größenordnung von 10⁶ bis 10⁹ Ω·m. Leitfähiger Beton entsteht durch Zugabe eines Kohlenstoff-Füllstoffs, der in der Zementmatrix ein zusammenhängendes leitfähiges Netzwerk bildet. Sobald die sogenannte Perkolationsschwelle erreicht ist, sinkt der spezifische Widerstand um mehrere Größenordnungen – auf einige bis einige zehn Ω·m. Aus dem Baustoff wird ein Leiter.
Dafür liefern wir Graphit, kalzinierten Petrolkoks, kalzinierten Anthrazit und Ruß – lose, als vorgemischte Trockenmischung mit Zement oder als Zementsack mit vordosiertem Graphitbeutel.
Die häufigste Anwendung. In steinigen, sandigen und trockenen Böden mit hohem spezifischem Erdwiderstand ist der geforderte Ausbreitungswiderstand mit einem herkömmlichen Erder schwer zu erreichen. Leitfähiger Beton oder eine leitfähige Bettung um den Erder vergrößert dessen wirksame Oberfläche und senkt den Übergangswiderstand zum umgebenden Boden – die Erdungsanlage erreicht den geforderten Wert mit weniger Erdern und unabhängig von der jahreszeitlichen Bodenfeuchte.
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